Wrangelinsel
2022

Reisedaten
stehen noch nicht fest
einschiffung
Anadyr
Ausschiffung
Anadyr
bordsprache/n
Englisch
mit Übersetzung

Reiseverlauf

Einzigartig ist diese Spezial-Reise in vielerlei Hinsicht: die Region, die Landschaft, die Tierwelt, die Bewohner. Erst seit wenigen Jahren sind Reisen nach Tschukotka und zur Wrangel Insel überhaupt möglich. Dies dank dem politischen Tauwetter der frühen 2000er Jahren und (leider) aufgrund der geringeren Eisbedeckung in der Tschuktschensee.

Hinflug ab Zürich nach Moskau, Übernachtung

Morgens auf eigene Faust Moskau erkunden; Abends Transfer zum Flughafen, Abflug nach Anadyr

Ankunft in Anadyr am Nachmittag, Transfer zum Schiff. Gegen Abend heisst es Leinen Los!, wir starten zur Expedition.

Den Morgen verbringen wir mit ersten Briefings und Vorträgen. Tagsüber haben wir die Chance auf erste Wal- und Vogelbeobachtungen. Am späten Nachmittag planen wir eine Zodiac-Fahrt zu einigen spektakulären Vogelfelsen in der Bucht von Preobrazheniya.

Auf Yttygran liegt die bekannte Eskimo-Stätte «Whale Bone Alley», die sich fast einen halben Kilometer lang am Strand entlang erstreckt. Um die Insel sind oft Grauwale zu beobachten. Auch Seevögel und Walrosse tauchen immer wieder um die anderen Inseln Nuneangan und Arakamchechen auf.

Wenn es die Wetterbedingungen erlauben, werden wir heute Vormittag am Kap Dezhnev anlanden. Es ist der nordöstlichste Punkt des eurasischen Kontinents – von diesem abgelegenen und einsamen Außenposten aus kann man manchmal die Küste Amerikas sehen. Ein paar Seemeilen westlich von Kap Dezhnev besuchen wir das Dorf Uelen, das nordöstlichste Dorf Russlands. Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Tschuktschen, und das Dorf ist eines der größten Zentren für traditionelle Kunst der Tschuktschen und Inuit in der Welt. Wir lassen uns von den Dorfbewohnern unterhalten und besichtigen während unseres Besuchs die Knochenschnitzereiwerkstatt.

Diese kleine Insel war einst eine wichtige russische Polarforschungsstation und eine von vielen, die über die Arktis verstreut liegen. In der Nähe der verfallenen Gebäude befinden sich einige der spektakulärsten Vogelfelsen in der Arktis, wo Papageitaucher, Trottellummen und Möwen aus nächster Nähe beobachtet und fotografiert werden können.

Wenn es die Eis- und Wetterbedingungen zulassen, werden wir die nächsten Tage auf der Wrangelinsel verbringen und versuchen, auch einen Besuch auf der nahe gelegenen Herald Insel einzuschließen. Es gibt viele Anlandestellen, die wir anlaufen können, um nach Wildtieren, arktischer Flora und faszinierenden Landschaften Ausschau zu halten. Eisbären werden ganz oben auf unserer Liste stehen und mit ein wenig Geduld sollten wir mit einer Reihe von Begegnungen belohnt werden. Moschusochsen und Rentiere wurden 1975 und 1948 auf der Insel eingeführt, wobei die Zahl der Rentiere gering ist. Wir haben auch die Gelegenheit, den Hafen von Dragi zu besuchen, wo die Überlebenden der 1914 vom Eis zerquetschten Karluk an Land kamen und lebten, bis sie gerettet wurden. Die Wrangelinsel ist ein russisches Naturschutzgebiet von internationaler Bedeutung (Weltnaturerbe) und wichtig als Brutgebiet für Eisbären. Außerdem brüten hier jeden Sommer Tausende von Vögeln, darunter Schneegänse, Schnee-Eulen, Raubmöwen, Küstenseeschwalben, Rosen-, Schwalben- und Elfenbeinmöwen.

Begrenzt durch schmale Sandkämme mit zahlreichen Lagunen und Buchten bietet dieses Gebiet zahlreiche Plätze zum Anlanden und Erkunden dieser ausgedehnten Küstenlinie. Wir werden auf der Suche nach Walen, Walrossen und anderen Wildtieren sein.

Dieser Meeresarm ist so riesig, dass er vom Weltraum aus sichtbar ist. Er beherbergt eine große Anzahl von Wasservögeln und Watvögeln. Wir konzentrieren unseren Besuch auf die Belaka-Spitze nahe der Mündung des Meeresarms. Es ist eine wilde, trostlose Landschaft, die aber seltsam anziehend ist. Wir durchsuchen die Dünen und Gezeitengebiete nach Vögeln wie Kaisergänsen und Gelbschnabellummen. Grau- und Buckelwale halten sich häufig in diesem Gebiet auf und werden manchmal gesichtet, wenn sie nur wenige Meter vor der Küste fressen.

Frühmorgens passieren wir die Diomedes-Inseln, die manchmal auch Tomorrow Island und Yesterday Isle genannt werden, weil sie auf der internationalen Datumsgrenze liegen. Hier trennen Russland und Amerika nur 4 Kilometer Wasser. Wir bleiben auf russischem Territorium, während wir südlich an den Inseln vorbeifahren. Später am Nachmittag machen wir eine Exkursion an Tschukotkas Küste – unsere letzte Chance, die Tierwelt und die Tundra-Landschaft zu genießen.

Entspannen Sie sich, während wir über den Golf von Anadyr in Richtung Anadyr navigieren.

Nach dem Frühstück wird es Zeit, Abschied zu nehmen. Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Moskau. Übernachtung in Moskau.

Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen, Rückreise nach Zürich

Durch die Beringstrasse, entlang der Küste von Tschukotka bis in den Arktischen Ozean und zur Wrangel-Insel führt die Reise: Dorthin, wo die Eisbären im Winter ihre Jungen zur Welt bringen; wo sich Moschusochsen, Schneegänse, Polarfüchse und Schnee-Eulen im Sommer die Bäuche vollschlagen; wo vor 3’000 Jahren noch Mammuts durch die Steppe zogen; wo zahlreiche Pflanzen eine eiszeitartige Landschaft umrahmen; wo keine Gletscher mehr zu sehen sind, aber das Packeis bis in den Sommer die Insel umgibt; wo Walrosse, Bart- und Ringelrobben auf dem Eis schlafen; wo Grönland-, Buckel- und Grauwal jeden Sommer hinziehen.

Die wechselvolle Geschichte menschlicher Aktivitäten auf Wrangel und in Tschukotka fasziniert nicht nur Historiker. Von den ersten Eskimos, die noch Mammuts begegnet waren, bis zu den Langstreckenbomber der Sowjets entdeckt man Spuren und Überreste der Menschheit auf der Insel. Einheimische Ranger und das bordeigene Expeditionsteam vermitteln ihr Wissen auf Wanderungen, Zodiacfahrten und in Vorträgen. Egal, ob Natur oder Geschichte, es gibt immer etwas Spannendes und Neues zu erleben und lernen in dieser einzigartigen Region der Arktis.

Unser Zuhause ist die Spirit of Enderby (alias Professor Khromov), ein kleines, eisgängiges Ex-Forschungsschiff aus Russland. Im Mai 2019 neu eingerichtet, bietet das Schiff einen gemütlichen Komfort, perfekt für eine Expeditionsreise wie diese. Die Kabinen sind komfortabel, haben Aussenfenster oder Bullaugen und die meisten von ihnen verfügen über eine eigene Nasszelle. Die Aufenthaltsräume sind geräumig, in der Bar und Bibliothek sowie im Konferenzraum können Sie an Seetagen Informationen sammeln und sich mit dem Team von Experten an Bord austauschen. Ein erfahrener russischer Kapitän navigiert uns mit seiner engagierten Crew zu den schönsten und spannendsten Orten.

BITTE BEACHTEN SIE: Alle Reiserouten dienen nur zur Orientierung. Die Programme können je nach lokalen Eis- und Wetterbedingungen und um Gelegenheiten zur Tierbeobachtung zu nutzen, variieren. Der Expeditionsleiter an Bord bestimmt die endgültige Reiseroute. In den Reiseplänen können Orte erwähnt werden, für die eine Landeerlaubnis erforderlich ist, die von den zuständigen nationalen Behörden erteilt werden muss. Solche Genehmigungen werden nicht vor der Veröffentlichung dieser Reiserouten erteilt. Flexibilität ist bei Expeditionskreuzfahrten von größter Bedeutung. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit der M/V Spirit of Enderby beträgt 10 Knoten.

Hinweis: Die gesamte Verantwortung für diese Reise liegt bei Reisen & Kultur CRK AG. PolarJournal hat keinerlei Einfluss auf die Art und Weise der Durchführung, die Kabinenbelegung und den Reisepreis.

M/V Spirit of Enderby

Die Spirit of Enderby (Professor Khromov) ist ein vollständig eisverstärktes Expeditionsschiff, das 1984 für die Polar- und ozeanographische Forschung gebaut wurde und sich perfekt für Expeditionsreisen eignet. 

Ihre Reisebegleiter

Dr. Michael Wenger

Wissenschaftlicher Expeditionsleiter
Als Doktor der Meeresbiologie der Universität Basel lebt Michael Wenger heute seine Passion für die arktischen Regionen als Polarguide aus. Als Experte der Arktis und Antarktis leitete er in den letzten 15 Jahren zahlreiche Expeditionen. Nicht nur teilt er seine Begeisterung und Kenntnis der einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt mit den Expeditionsteilnehmern. Er wirft ein kritisches Auge auf Umweltfragen. Sowohl in seiner Doktorarbeit, wie auch in seiner Informationsplattform PolarJournal spricht er über die ökologischen, ökonomischen und politischen Herausforderungen der Region.

Hoesli-1

Eric Hoesli

Kultureller Reiseleiter und Russland-Experte
Als langjähriger Journalist, Direktor und Chefredaktor der Tageszeitung Le Temps, ist Eric Hoesli heute als Professor an der EPFL tätig. Schon immer begeisterte ihn die russische Welt, die er in den letzten 35 Jahren über 100 mal bereiste. Seit seinen ersten Reisen zu Sovietzeiten erlebte er die bewegte neuere Geschichte Russlands von der Perestroika über Jelzin bis Putin mit. 2006 erschien sein erstes Buch über die Kaukasus-Region. Sein 2018 publiziertes Buch «der Sibirische Epos» erzählt von der Russischen Expansion zum Pazifik und Alaska. Während 10 Jahren bereiste er für seine Recherchen die entlegensten Gebiete Sibiriens.

Reisebedingungen

Die Reise wird von REISEN UND KULTUR CRK AG veranstaltet. Es gelten die Bedingungen von REISEN UND KULTUR CRK AG. Für weitere Bedingungen klicken Sie bitte hier

Informationen zur Reise anfordern

error: